Das Ende der Skateboardfotografiewinterpause

Schon seit ein paar Wochen zeigt sich in unregelmäßigen Abständen unsere geliebte Wärmelieferantin und verführt die Menschen dazu, weniger warm bekleidet durch die Welt zu stromern und sich dabei eine saftige Erkältung abzuholen. Das ist nervig, aber seit jeher ist genau das für mich eines der wichtigsten Zeichen dafür, dass ich schleunigst meine Kamera auspacken sollte um Skateboardfotos zu schießen, sobald auch meine Nase aus allen Rohren schießt.
Heute war daher mein erster Tag in den Straßen dieser Welt, rastlos umherstreifend, bis die Kombination aus Spot, Skater und meiner Kamera eine wundersame Synthese eingehen und ein gutes Foto entsteht.
Normalerweise muss ich dazu immer lange Strecken zurücklegen bis ich an einem solcher Skatespots bin, doch heute hatte ich ausnahmsweise den Luxus, dass der geskatete Spot sage und schreibe 200m von meinem Zuhause entfernt liegt. Aber auch auf 200m können dumme Dinge passieren, und so fiel ich voller Enthusiasmus und mit dem gesamten Kameraequipment auf dem Rücken gepflegt auf den rauen Asphalt und bot eine Rolle vorwärts zum Besten.
Nach dieser Schrecksekunde und dem erleichterten Aufatmen, dass im Rucksack nichts kaputt gegangen war, ging dann die Session los.
Leider waren sowohl Skater als auch Fotograf noch etwas ausser Form, sodass die hier gezeigten Tricks bis auf einen nicht gestanden wurden und wir daher noch einmal zu dem Spot gehen müssen.

bs smith try

bs crooks

switch fs crooks

Skateboardfotografie – Begleiterscheinungen

Tach Freunde.
Ich möchte euch mit diesem Blogeintrag berichten, was einen klassischen Skateboardfototrip an einem Abend wie dem heutigen ausmachen kann.
Zu Beginn der Treffpunkt. Meist der Skateshop des Vertrauens in der Stadt. Anschließend Besprechung an welchen Spot es gehen soll. Man hat gehört, irgendwo sei ein Gap, ein Rail oder Curb. Am Spot angekommen, wird unaufällig geschaut, was machbar ist, von wo was besonders gut aussieht und inwiefern sich die Vorstellungen des Fotografen wie üblich als total überzogen erweisen. (Der Fotograf sucht sich immer die härtesten Geschichten aus, der Skater schüttelt nur den Kopf)
Bevor der Fotokram ausgebreitet und für den Einsatz vorbereitet werden kann, eine Stimme aus dem zweiten Stock des gegenüberliegenden Gebäudes: „Mein Sohn hat sowas letztens auch gemacht und hat sich das Schienbein gebrochen! Das lasst ihr schön bleiben sonst, bla bla bla…“ „Wie alt ist denn ihr Sohn?“ „13. Und er fährt schon einige Zeit.“ Kopfschüttelnd verlassen wir den Spot, mit dem Plan ihn an einem Sonntag erneut anzusteuern.
Nicht weit von diesem Fehlschlag entfernt steht ein großes Einkaufszentrum, und wo eingekauft wird, da wird auch angeliefert. Die Schlussfolgerung, dass es Laderampen geben muss, erweist sich als richtig und schnell ist der Plan für ein Foto festgelegt.
Blöd nur, dass andauernd die Tür aufgeht, Angestellte rumwuseln, und die Stative ständig durch vorbeirasende Autos vom schmerzhaften Unfalltod bedroht sind.
Also heißt es warten. Warten bis Peter, der letzte Angestellte, seinen Weg in den verdienten Feierabend gefunden hat, bis sich der Parkplatz geleert hat, und auch die Autoraserei vollständig verebbt ist.
Die Wartezeit wird durch Warmfahren und allerlei Quatsch erträglich gestaltet.
Und als die Zeit gekommen ist, werden die Blitze aufgestellt, die Kamera ausgerichtet, und ein ums andere Mal wird der Paderborner Nachthimmel von lautem Skateboardkrach und grellem Geblitze erhellt.
Fotograf und Fahrer sind hochkonzentriert, eine körperliche Anstrengung die für den Skater zu Ganzkörperschweiß und für den Fotografen zu einer gefüllten Speicherkarte führt. Bald sind alle Fotos im Kasten, der Fotograf kann entspannen, nur gestanden wurde der Trick noch nicht. Für den Skater heißt das, dass er sich ein ums andere Mal um die vollendete Ausführung seines Manövers bemühen muss.
Gestanden!
Nun schnell noch ein Schweißfoto und Feierabend für heute.
Der Skater fährt nach Hause und gibt sich der Entspannung hin.
Der Fotograf schreibt einen Blog und veröffentlicht die Fotos.
Gute Nacht.
wartezeit

kevin zwerg

kleiner Gangster

Warm-up

Wartezeit

Kevin bs Nosegrind

Kevin bs Nosegrind

Kevin Son Goku
(Die Ähnlichkeit Kevins mit Son Goku im letzten Foto ist übrigens mehr als gewollt.)

Technik von 1982

Die Firma Bronica aus Japan hat 1982 das Modell Sq-a rausgebracht. Eine durchaus robuste, leider dadurch auch schwere Kamera die ausschließlich Fotos im Format 6×6(cm) schießt.
Ihr fragt euch sicher, warum ich euch sowas erzähl. Nun, ich besitze eine solche Kamera seit knapp einem Jahr und je mehr Fotos ich mit ihr schieße, desto geringer wird die Lust, meine digitale Kamera zum fotografieren zu benutzen.
Zwar ist der Aufwand, den es bedarf um die digitalen Fotos für die Präsentation fertig zu machen, deutlich geringer als bei den Bronica Fotos – welche ich zunächst für meist über drei Tage zur Entwicklung geben muss, danach aufwendig scannen und anschließend ordentlich anpassen muss – allerdings machen die Bronica Fotos diesen Mehraufwand mit sehr viel Charme wieder wett.
Dieser Charme, und der Aufwand geben mir als Fotograf einen ganz anderen Bezug zum Foto, als eines was ich digital fotografiert, und direkt am Monitor gesehen hab.
Man muss bei dem Vorgang der analogen Fotografie bedenken, dass man das Resultat erst nach Tagen zu Gesicht bekommt; es bedarf also entweder großer Erfahrung oder viel Glück, dass ein Foto genaus oder besser wird, als man es zu fotografieren plant.
Die folgenden Fotos entstanden im Laufe der letzten Woche, und sind die besten der 12 Bilder, die ich mit meinem zuletzt benutzten Film in der Bronica geschossen habe.

Alex Treflip

Kevin Nosegrind

Kevin Blunt

Alex

Alex

Hase

Windrad

Windräder

skateboarding.

Letzten Donnerstag haben wir Paderborn auf der Suche nach guten Skatespots durchstreift. Unser Weg hat an der Uni begonnen wo wir zunächst ein Foto an dem roten Container geschossen haben. Leider bemerkte ich direkt zu Beginn, dass meine Blitzauslöser nicht funktionierten, was mich dazu zwang, dass Foto ganz simpel ohne irgendwelches künstliches Licht zu schießen.
Auch am zweiten Spot hundert Meter weiter haben die Blitze natürlich nicht funktioniert, was ich auf eine leere Batterie zurückgeführt hab.
Da der Weg zum nächsten Spot an einem großen Elektronikladen vorbeiführte, kaufte ich mir darin direkt eine neue Batterie für die Auslöser, „ich bin doch nicht blöd.“
Am nächsten Spot nun konnte ich daher endlich auf eine extra Portion Licht zurückgreifen.
Es wird langsam spät, hier nun die Bilder.

Kevin nollie tailslide

Kevin fs blunt

Kevin backside Schmitzgrind

Kevin Shuv-it Schere

Downhill.

Nachdem ich letztens einen Berg raufgekraxelt bin, hab ich später einen beim wieder runterfahren fotografiert. War wirklich ein Spaß. Wenn ich wieder in den Bergen bin, dann gibts da sicher mehr von zu sehen.

Jungle

Jungle fever

Konzentration

Wandritt